Archiv für Februar 2011

Der Boboli-Garten in Florenz

Donnerstag, 24. Februar 2011

Wer in Florenz vor lauter Kunst und Kultur gar nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, sollte sich in einen der spektakulärsten Parks der Stadt, den Boboli-Garten zurückziehen. Von Kunst und Kultur verschont, wird man dort allerdings auch nicht. Im Gegenteil, der Park ist so reich geschmückt, dass er kaum als Park nach heutigen Standards durchgeht. Das soll er auch gar nicht, denn es handelt sich um einen der berühmtesten Gärten Italiens aus dem 16. Jahrhundert. Damals, also vor fast 500 Jahren wurde er dem damaligen Stile entsprechend gebaut und erfreut seine Besucher bis heute mit seinen breiten Kieswegen, den langen Achsen und einem nach heutigem Verständnis extrem pompös anmutenden Einsatz von Schmuckelementen aus Stein. So sieht man Brunnen und aufwendige Statuen so weit das Auge reicht und erkennt noch heute die gewollte Einteilung in öffentliche und halbprivate Bereiche mit samt den klassischen Akzenten wie Nymphen, Brunnen und Gartentempel.
Im Garten Boboli taucht man ein in eine ehrwürdige Stimmung und kann sich zwischen viel Grün und zahlreichen Wasserquellen entspannen. Für Touristen lohnt sich ein Besuch im Park schon allein aufgrund des unglaublichen Blickes auf die Stadt Florenz, den man vom Park aus genießen kann.
Das Besondere am Garten, das ihn von ‚normalen‘ Parks unterscheidet, ist dass seine Grundanlage aus dem 16. Jahrhundert stammt und man dies auch an vielen Stellen deutlich sieht. So stammen viele der Statuen und Brunnen noch aus der Entstehungszeit des Gartens, der daher zu Recht als Freilichtmuseum für Gartenskulpturen mit zahlreichen beeindruckenden Werken aus dem 16. und 17. Jahrhundert fungiert.
Insgesamt hat der Garten eine Größe von 4,5 Hektar. Ursprünglich war er deutlich kleiner angelegt, wurde aber bei umfassenden Erweiterungsmaßnahmen im 17. Jahrhundert auf sein heutiges Ausmaß vergrößert.
Wer einen Trip nach Florenz plant, sollte sich eine Besichtigung der Anlage nicht entgehen lassen. Hier kann man wahrlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn der Garten bietet auf der einen Seite eine angenehme Auszeit vom Rummel im Stadtinnern, stellt aber zugleich auch eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt dar, die man nicht auslassen sollte. Der Eintritt ist erschwinglich und ein Besuch lohnt sich wirklich.